Nicht alt aussehen - Demografie im Unternehmen

Drei Generationen bei dem Unternhemen Knie Mode - Kall
© Roman Hövel

Fit werden für die Zukunft – das heißt, mit den Herausforderungen der Gegenwart clever umgehen. Zum Beispiel mit dem demografischen Wandel.

Die Demografie ist klar: Kamen im Jahr 1964 noch 1.357.304 Menschen zur Welt, die 2031 nach geltendem Rentenrecht in den Ruhestand treten werden, so waren es 2013 nur noch 682.069 Menschen, die 2031 mit 18 Jahren dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Die Hälfte der Arbeitsplätze bleibt also unbesetzt, da die Menschen nicht mehr geboren wurden. Doch nicht nur das. Das Medienalter in Deutschland liegt derzeit bei 46 Jahren. Damit ist Deutschland das älteste Land in Europa. Das gilt analog für die Altersstruktur in deutschen Betrieben.

Kurz gefasst: Der demografische Wandel wird für Unternehmen weit reichende Konsequenzen haben.

  • Die Belegschaften werden deutlich altern,
  • der Nachwuchs junger, qualifizierter Arbeitskräfte wird zu einem knappen Gut
  • und der Wettbewerb um qualifizierte Bewerber und Bewerberinnen wird sich insgesamt deutlich verschärfen.

Demografiefeste Personalpolitik

Wenn Betriebe die Herausforderungen der Demografie lösen möchten, sind gute Strategien gefragt. Patentrezepte gibt es leider nicht, aber individuelle Konzepte können entwickelt und tragfähig umgesetzt werden. Unternehmen die rechtzeitig handeln, zum Beispiel durch eine altersgerechte Arbeitsgestaltung, (Weiter-)Bildungsanreize und Gesundheitsorientierung können mit den wirtschaftlichen Folgen des demografischen Wandels umgehen und ihre Wettbewerbsfähigkeit auch auf Dauer sichern.

Durch eine zukunftsweisenden und mitarbeiterorientierten Personalpolitik können sich gerade KMU mit ihrer Flexibilität als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Förderprogramme

Wenn Sie etwa den Fachkräftebedarf in Ihrem Unternehmen durch Weiterbildungen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter decken wollen, unterstützen Sie die Förderprogramme der EU, des Bund und des Landes NRW bei allen personalwirtschaftlichen Maßnahmen, die die Verfügbarkeit von Fachkräften sichern. Für investive Maßnahmen stehen Ihnen die Kreditprogramme der NRW.Bank sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung. Ebenfalls bezuschusst werden Unternehmensberatungen. Den Berater können Sie weitestgehend frei wählen. Geförderte Beratungen bieten Ihnen beispielsweise die Chance, mit externer Unterstützung ein Personalentwicklungskonzept für Ihr Unternehmen aufzustellen, familienfreundliche Strukturen einzuführen oder neue Arbeitszeitmodelle und Entlohnungsformen zu testen.

Fragen Sie uns, wir helfen gerne!
Neben der Förderberatung stehen den Unternehmen am Wirtschaftsstandort Kreis Euskirchen folgende Beratungsangebote offen:

Die Demografie wird zunehmend zu einer Herausforderung für die Betriebe im Kreis Euskirchen. Die Belegschaften werden deutlich altern, der Nachwuchs junger, qualifizierter Arbeitskräfte wird zu einem knappen Gut und der Wettbewerb um qualifizierte Bewerber und Bewerberinnen wird sich insgesamt deutlich verschärfen.

Um langfristig Wettbewerbsfähig zu bleiben, entwickeln immer mehr Unternehmen innerbetriebliche Strategien und Anpassungsmaßnahmen. Hierzu erhalten Sie am Wirtschaftsstandort Kreis Euskirchen durch die Demografieberatung Unterstützung. Die Struktur- und Wirtschaftsförderung berät Sie zu Förderprogrammen der EU, des Bundes und des Landes für alle personalwirtschaftlichen Maßnahmen.

Hier winken Beratungskostenzuschüsse bis zu 7.500  Euro, wenn Sie einen Unternehmensberater mit der Personalentwicklung, der Arbeitsorganisation oder der Einführung gesünderer und familienfreundlicherer Arbeitsbedingungen beauftragen. Gefördert wird auch, wenn Sie den Qualifizierungsbedarf Ihrer Mitarbeitenden ermitteln lassen – angesichts des demografischen Wandels ein extrem wichtiger Punkt. Die Weiterbildung für Ihre Mitarbeitenden können Sie sich zudem mit dem sog. Bildungsscheck unterstützen lassen.