Karriere am Wirtschaftsstandort Kreis Euskirchen

Foto: Roman Hövel

Christian Roder, Projektleiter Auftragsmanagement bei der Schoeller Werk GmbH & Co. KG

„Grundsätzlich bin ich immer bereit, neue Wege zu gehen“, erzählt Christian Roder zu seinen persönlichen Zukunftsplänen am Rande eines Gesprächs mit der Wirtschaftsförderung. Aktuell ist er Projektleiter im Bereich Auftragsmanagement bei der Schoeller Werk GmbH & Co. KG in Hellenthal.

Der studierte Wirtschaftsingenieur verantwortet dort Projekte im Umfeld eines bereichsübergreifenden Changeprozesses. Dahinter verbergen sich sehr interessante und zugleich komplexe Aufgaben, die sich von der Optimierung von Prozessen und Strukturen mit dem Ziel einer effektiven und effizienten Auftragsabwicklung über organisatorische und systemische Verbesserungen bis hin zur Thematisierung von konkreten logistischen Herausforderungen im direkten Kundenkontakt erstrecken.

Der gebürtige Monschauer ist Ende des Jahres 2016 in das Unternehmen als Assistent des Bereichsleiters Auftragsmanagement eingestiegen und bekleidet seit Mitte 2017 die Position des Projektleiters mit erster fachlicher Führungsverantwortung. Aktuell leitet er ein Organisationsentwicklungsprojekt, das zum Ende des Jahres 2018 in der Leitung der beiden im Auftragsmanagement angesiedelten Linienbereiche Disposition und Versand münden wird. „Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen, diese interessante und herausfordernde Funktion zu übernehmen und fühle mich darin bestärkt, mit meiner Denk- und Arbeitsweise auf dem richtigen Weg zu sein. An diesem Dreh- und Angelpunkt kann ich einen maßgeblichen Beitrag zur zukunfts- und erfolgsorientierten Ausrichtung des Gesamtunternehmens leisten.“

Durch seine neue Aufgabe verlässt er dabei ein Stück weit seine im Projektmanagement angesiedelten Kernkompetenzen mit Schwerpunkt Produktionstechnik und Digitalisierung und beschreitet neue Wege im Bereich Logistik in einer Linienfunktion an der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Produktion. „Grundsätzlich bin ich immer bereit, neue Wege zu gehen, und ich denke, dass man Chancen ergreifen sollte, wenn sie sich bieten - auch wenn die ursprüngliche Planung vielleicht anders ausgerichtet war und man sich erst einmal eine Menge neues Wissen aneignen darf“, fügt er schmunzelnd hinzu.

„Die Vielfalt an Aufgaben zu erleben, macht mir sehr viel Spaß!“

Einen typischen Arbeitstag gibt es in seinem Berufsalltag nicht. „Ich betreue unterschiedliche Projekte und bin zugleich im Tagesgeschäft aktiv. Jeden Tag treffe ich auf neue Herausforderungen und hole das Beste für das Unternehmen heraus. Das ist aber auch mein Anspruch an den Job. Ich schätze es sehr, dass ich hier diese Vielfalt an Aufgaben erlebe und Einblicke in ein weites Spektrum von Abläufen im Unternehmen gewinne. Dabei habe ich Berührungspunkte mit vielen Schnittstellenbereichen, wie beispielsweise Vertrieb, Produktion, Materialwirtschaft, Qualitätswesen, IT und Finanzen. Bei Schoeller kann ich frei und eigenverantwortlich agieren und lerne täglich dazu“, erklärt Christian Roder.

Gefragt nach den Tätigkeiten, die er am liebsten ausführt, antwortet er: „Ich begeistere mich dafür, konkrete Ziele zu definieren und anschließend Strategien und Maßnahmen zu deren Erreichung zu entwickeln und im Teamwork zur Umsetzung zu führen.“

„Verlasse ich die Region oder bleibe ich lieber in der Umgebung?“

Bereits im Laufe seines Studiums an der RWTH Aachen mit diversen Nebenbeschäftigungen an Universitätsinstituten (Fraunhofer IPT, Werkzeugmaschinenlabor WZL), in der Automobilindustrie (Porsche AG) und einem Beratungsunternehmen für Fabrikplanung (Dr. Schönheit und Partner) sammelte Christian Roder wertvolle Praxiserfahrung in Aachen, Stuttgart und Köln und lernte dabei diverse Organisationsformen von Unternehmen - vom Großkonzern bis hin zum kleinen Mittelständler - kennen. „Mir war es von Anfang an sehr wichtig, neben den theoretischen Inhalten des Studiums möglichst viel Praxiserfahrung zu sammeln“, führt er weiter aus.

Zum Ende des Masterstudiums stellte sich ihm dann die Frage „Verlasse ich die Region oder bleibe ich lieber in der Umgebung?“ Nach diversen Bewerbungsgesprächen, bei denen er unter anderem seinen jetzigen Vorgesetzten im Auftragsmanagement kennen lernte, fiel die Entscheidung letztendlich zugunsten der Region aus. „Die mir angebotene Stelle im Schoeller Werk passte perfekt zu meinem Profil und auch menschlich stimmte die Chemie vom ersten Augenblick an. Wenn ich heute darauf zurückblicke, hatte ich riesiges Glück, und ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut“, erinnert sich Christian Roder.

Da auch seine Familie und Freunde zum Großteil in der Region Eifel/Aachen leben und er in seiner Freizeit seinen Interessen rund um den Sport in der Eifel-Natur nachgehen kann, stellt die Beschäftigung im Schoeller Werk eine optimale Kombination dar. „Insbesondere den Kontrast zwischen einem intensiven Büroalltag und dem Ausgleich, den ich nach Feierabend in der Natur finden kann, schätze ich neben der Nähe zu meinem privaten Umfeld sehr.“ Mittlerweile pendelt er zudem häufig zwischen Hellenthal und Düsseldorf, wo seine Partnerin lebt und studiert. Die lange Fahrtzeit zur Arbeitsstätte nimmt er dabei gerne in Kauf.

„Es lohnt sich ab und zu einmal über den Tellerrand hinauszuschauen!“

Wenn man sich beruflich für seinen Arbeitsbereich interessiert, sind ein möglichst weit gefächertes kaufmännisches und technisches Hintergrundwissen Grundvoraussetzungen. Was sonst entscheidend ist? „An der ein oder anderen Stelle kann es sehr hilfreich sein, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und bestehende Prozesse und Strukturen mit Blick auf das Ziel kritisch zu hinterfragen und deren Betrachtung aus einer höheren Flugebene vorzunehmen, um Zusammenhänge erkennen und Synergien generieren zu können. Auch ein gewisses Fingerspitzengefühl im Umgang und in der Kommunikation mit Menschen gehört neben einer hohen Belastbarkeit zu meinem Job.“

„Wir sind als Unternehmen gut aufgestellt und haben viel Potenzial!“

Die Schoeller Werk GmbH & Co. KG bietet nach Meinung von Christian Roder insbesondere jüngeren Menschen eine hervorragende berufliche Perspektive, da sich das Unternehmen in einem weitreichenden Changeprozess befindet und dabei von außen kommende neue Ideen und Sichtweisen entscheidende Denkanstöße geben können. „Wenn man Eigeninitiative und Engagement zeigt, kann man hier nachhaltige und sichtbare Erfolge erzielen, viel bewegen und bekommt eine Perspektive für den persönlichen Karriereweg aufgezeigt – das zeichnet das Schoeller Werk als Arbeitgeber aus.“

Bewerbern, die zu einem Vorstellungsgespräch beim Schoeller Werk eingeladen sind, rät er, sich einige Basics über die Branche und das Unternehmen anzueignen, positiv, offen und authentisch aufzutreten und die eigene Erwartungshaltung an die angestrebte Position klar zu äußern, sodass ein gegenseitiger Abgleich der Vorstellungen erfolgen kann. „Beim Schoeller Werk haben wir immer Bedarf an motivierten Bewerbern mit kaufmännischem und technischem Hintergrund. Ich kann nur dazu ermutigen, sich bei uns initiativ zu bewerben.“

Berufseinsteigern empfiehlt er, sich auch im ländlichen Raum nach Unternehmen umzuschauen, die vielleicht weniger bekannt, aber dennoch „Hidden Champions“ in ihrer Branche sind. „Gerade bei diesen Unternehmen gibt es tolle Jobs. Dass man sich nur in einem Großkonzern verwirklichen kann, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.“