Ausbildungsprogramm NRW startet am 1. September 2021

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Ausbildung ist für Betriebe ein wichtiger Faktor, um sich qualifizierten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Gleichzeitig ist sie die Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist jedoch durch große regionale Unterschiede geprägt. Während in einigen Städten und Kreisen ein Überangebot an Ausbildungsstellen herrscht, liegt das Angebot in anderen Teilen des Landes deutlich unter der Ausbildungsplatznachfrage. Insbesondere für Jugendliche mit eingeschränkten Ausbildungsmarktperspektiven ist es dort schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche in Gebieten mit einer ungünstigen Ausbildungsmarktlage.

Was wird gefördert?
Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze einrichten, erhalten in den ersten 24 Monaten ab Programm start einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 325 Euro im Monat bzw. 190 Euro bei verringerter Ausbildungsvergütung für Teilzeitausbildungen. Um Betriebe und Jugendliche bei der Zusammenführung und während der Anfangsphase der Ausbildung zu unterstützen, finanziert das Land zusätzlich eine begleitende Unterstützung durch einen zertifizierten Bildungsträger in den ersten Monaten der Ausbildung.

Welche Vorteile hat das Programm für Unternehmen?

  • Durch zusätzliche Ausbildungsplätze wird der notwendige Fachkräftenachwuchs im eigenen Betrieb gesichert.
  • Betriebe, die bisher nicht ausgebildet haben, können leichter in die Ausbildung einsteigen.
  • Betriebe werden während der Programmlaufzeit von einem zertifizierten Bildungsträger begleitet.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Die Ausbildungsplätze müssen zusätzlich sein (entsprechend der Definition des MAGS NRW).
  • Die beteiligten Betriebe müssen ausbildungsberechtigt sein.


Wie ist der Ablauf?

  • Zertifizierte, zum Programm zugelassene Bildungsträger gewinnen interessierte Ausbildungsbetriebe. Im Kreis Euskirchen ist das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) zertifizierter Bildungsträger.
  • Die Berufsberatungen der regionalen Agenturen für Arbeit und Jobcenter identifizieren potenzielle Teilnehmer*innen, die den Bildungsträgern dann vorgeschlagen werden.
  • Der Betrieb schließt einen regulären betrieblichen Ausbildungsvertrag mit den Jugendlichen ab.
  • Regionale Bildungsträger erhalten den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung und leiten ihn an den Ausbildungsbetrieb weiter.
  • Ausbildungsverträge, die bis zum 31.01. des Folgejahres geschlossen werden, können im Rahmen des Programms gefördert werden.


Weitere Informationen zum Ausbildungsprogamm NRW 2021 finden Sie hier.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen einen zusätzlichen Ausbildungsplatz besetzen möchten oder sich vorstellen können, für das Ausbildungsjahr 2021/2022 noch einen zusätzlichen Ausbildungsplatz im Rahmen dieses geförderten Programms zur Verfügung zu stellen, wenden Sie sich gerne an das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) unter info@bze-euskirchen.de.